Forschungskolloquium "Epochenschwelle und Epochenbewußtsein" (Bonn, 23.-26.2.2000)
Bei dem Titel dieses Kolloquiums handelt es sich ganz bewußt um eine Übernahme des Titels des Bandes "Poetik und Hermeneutik XII" (hg. v. R. Herzog u. R. Koselleck), den die gleichnamige Forschungsgruppe vor nun bereits zwölf Jahren veröffentlichte.
Die dort vorgelegten Beiträge bieten ein reichhaltiges Reservoir an theoretischen Überlegungen und auch Fallstudien zu einer Problematik, die zu verfolgen sich unseres Erachtens immer noch lohnt.
Die Frage nach der Ordnungskategorie der "Epoche" scheint zwar insofern obsolet zu sein, als wir diese heute, aus nahezu topisch gewordener Skepsis, gerne für wissenschaftlich unhaltbar erklären; dann aber denken und arbeiten wir munter mit Rudimenten epochaler Schemata weiter oder versuchen eine größere historische Einordnung des eigenen Gegenstandes erst gar nicht mehr.
Beides muß doch wohl unbefriedigend erscheinen, und deshalb möchte dieses Kolloquium Doktoranden verschiedener Kultur- bzw. Geisteswissenschaften versammeln, die bereit sind, anhand ihrer Arbeitsthemen Epochenproblematiken zu reflektieren, zu denen das oben genannte "Reservoir" anregen könnte (kurz einige terminologische Stichworte: Diskontinuität und Kontinuität, Epochenerlebnis und Epochenillusion, Traditionsnegation und konstitution). Andere Bezugsquellen sind natürlich keineswegs ausgeschlossen, zu denken wäre etwa an die Beiträge Blumenbergs oder Foucaults.
Den thematischen Schwerpunkt bildet der Bereich Europa vom "ausgehenden Mittelalter" bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.
Dieses Kolloquium wird von der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert.
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Letzte Änderung: 2.1.2000
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